Pressemitteilung vom 25.04.2005
Gebäude-Leistungs-Benchmark - Auswertung Leipzig
Vor dem Hintergrund der großen Auswahl an zur Vermietung stehenden Büroflächen in Leipzig hat die GRAF SOLMS • INVESTVERMITTLUNG
Gewerbeimmobilien Consulting Leipzig ein neues Bewertungs†verfahren entwickelt. Es stellt nachfragerelevante Leistungen der Immobilie in
den Mittelpunkt. Ausgehend von der Perspektive der Mieter bzw. Nutzer einer Büroimmobilie, identifiziert der Gebäude-Leistungs-Benchmark
die Stärken und Schwächen jedes Objektes in Leipzig im Vergleich zum Marktstandard. Der Immobilienprofi bringt mit diesem Instrument
bisher nicht genutzte Marktvor- und -nachteile seiner Liegenschaft auf den Punkt. Er gewinnt Markttransparenz, Argumente gegenüber der
internen Revision und extern stichhaltige Vermarktungsargumente gegenüber potenziellen Mietern/Käufern. Auf der Grundlage der
umfassenden Objektanalyse werden weitergehende Entwicklungspotenziale aufgedeckt und fundierte Vorschläge zur Verbesserung gegeben.
Der Gebäude-Leistungs-Benchmark ist flexibel und effektiv während des gesamten Immobilienmanagementzyklusses einsetzbar. Das Analysetool
gibt konkrete Anhaltspunkte zur Strategieverbesserung während der Ankaufs-, Projektentwicklungs-, Nutzungs-, Revitalisierungs- oder
Vermarktungsphase.
Datengrundlage
| Leipzig | ca. 3.664.000 qm BGF |  |
| untersuchte Objekte | größer 1.000 qm BGF |
| Untersuchungsumfang | ca. 805.327 qm BGF |
Grundlage des Gebäude-Leistungs-Benchmarks ist die umfangreiche Untersuchung des Büroimmobiliensektors in Leipzig. Fast ein Viertel
aller Büroflächen, ca. 3,664 Mio. qm Bruttogrundfläche (BGF), wurde im Rahmen dieser Marktanalyse untersucht und bewertet. Diese
Ergebnisse spiegeln den Marktstandard und bilden den Vergleichsdatenpool für weitere Gebäudeanalysen.
Datenerhebung und -verarbeitung

Anhand von 123 Bewertungsfaktoren innerhalb von zehn Hauptgruppen wurde der Gebäude-Leistungsstandard in Leipzig aufgenommen.
Vorhandene Planunterlagen wurden ausgewertet, Objektmanager befragt und die Objekte besichtigt. Die erhobenen Merkmale wurden
im nächsten Schritt mittels eines speziell entwickelten EDV-Systems erfasst, strukturiert und aus dem Blickwinkel des Mieters
bzw. Nutzers ausgewertet. Bei der Gebäudeanalyse weiterer Liegenschaften wird ähnlich vorgegangen. Das entstandene Gebäudeprofil
wird mit dem Marktstandard verglichen, und es werden so die Stärken und Schwächen identifiziert.
Analysebereiche
Das Besondere am Gebäude-Leistungs-Benchmark ist, dass Normwert basierende Leistungsmerkmale (Hard-Facts) und subjektive
vermarktungsrelevante Eindrücke von Gebäudemerkmalen, sogenannte SoftFacts, systematisch untersucht und in die Analyse
einbezogen werden. Beide Analysebereiche unterscheiden sich durch ihren Betrachtungs- und Bewertungsgegenstand sowie in den
Bewertungsgrundlagen. Hard- und SoftFacts werden gleichermaßen aus Mieter- bzw. Nutzersicht analysiert.
HardFact-Analyse

Auf der Basis von Normwerten (DIN-Normen und andere Richtlinien) werden in der HardFact-Analyse nachfrage- und
vermarktungsrelevante Leistungsmerkmale von Büroimmobilien untersucht und beurteilt. Innerhalb von sieben Hauptgruppen anhand
von 28 Eckfaktoren und 39 Detailauswertungen wird jedes Gebäudeprofil detailliert analysiert. So werden zum Beispiel bei der
Gebäudeausstattung Aussagen über Sonnenschutz, Klimatisierung, Werbemöglichkeiten u.ä. getroffen.
Das nebenstehende Diagramm zeigt den Marktstandard in Leipzig. Innerhalb der einzelnen Untersuchungsbereiche wird veranschaulicht,
wie das konkrete Objekt vom Marktstandard abweicht. Mit Hilfe von Feinanalysen, bei denen alle Merkmale innerhalb der
Hauptgruppen berücksichtigt sind, werden gezielt Stärken-Schwächen-Profile entwickelt.
Die Untersuchungsergebnisse des Gebäude-Leistungs-Benchmarks auf dem Leipziger Büroimmobiliensektor bestätigen den
durchschnittlich hohen Gebäude-Leistungsstandard. Beispielsweise verfügen ca. 94 % der Büroimmobilien über DSL- bzw.
Breitband-Internet-Anschlüsse. Weitere interessante Erkenntnisse aus der Marktanalyse sind, dass sich in fast 5 % der Objekte
vollklimatisierte und in weiteren 28 % teilklimatisierte Büroräume befinden. Ca. 39 % werden permanent und 47 % zeitweise von
einem Objektschutz überwacht. Die Ergebnisse deckten aber auch ein Defizit bezüglich der am Markt existierenden
Mietflächenberechnungsarten (Untersuchungsbereich Flächendaten) auf. Die in der Richtlinie zur Berechnung der Mietfläche von
der Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung empfohlene Methode nach GIF MF-B hat sich in Leipzig bisher nur zu
etwa 25 % durchgesetzt.
SoftFact-Analyse

Inhalt der SoftFact-Analyse ist das systematische Untersuchen subjektiver Eindrücke von Gebäude-Leistungsmerkmalen und deren
Bewertung aus Mieter bzw. Nutzersicht. Diese eher emotionalen Faktoren, z.B. das Gestalten der Außenanlagen, die
Lichtverhältnisse in verschiedenen Objektbereichen und die Beschaffenheit der Fahrzeugstellplätze, tragen in der Summe wesentlich
zum Leistungsstand einer Büroimmobilie bei und können im Wettbewerb entscheidende Vorteile darstellen. Außerdem sind sie
gegenüber objektiven Merkmalen mit vergleichsweise geringem Aufwand zu beeinflussen.
Innerhalb von drei Hauptgruppen werden insgesamt 16 Eckfaktoren und 40 Detailauswertungen aufgenommen. Diese werden mit Hilfe
eines 3-Säulen-Modells bewertet. Als erste Säule werden zu allen Objektmerkmalen Einzelbewertungen identifiziert, die auf einer
5-stufigen Skala abgebildet sind. In der zweiten Säule sind die Leistungsmerkmale verbal beschrieben und anschließend in der
dritten Bewertungssäule zur eindeutigen Zuordnung mit Beispielen belegt. Das Diagramm zeigt den festgestellten Marktstandard
in Leipzig.
Die Analyse des Leipziger Marktes ergab beispielsweise, dass 30 % der Grünanlagen von Büroimmobilien einen sehr gepflegten
Eindruck vermitteln. 58 % der Materialien, die im Gebäudeeingang verwendet werden, sind augenscheinlich exklusiv und weitere
14 % hochwertig.
Summary
Die HardFact- und SoftFact-Analyse belegt einen hohen Gebäude-Leistungsstandard Leipziger Büroflächen.
Der Benchmark ist fundiert, extern, unabhängig und vermarktungsorientiert. Er erhöht die Markttransparenz, informiert über den
Marktstandard und belegt die Marktposition jeder einzelnen Immobilie. Zur strategischen Marktpositionierung und -ausrichtung
werden die Stärken & Schwächen identifiziert, was letztlich zur Image-, Ertrags- und Nutzwertsteigerung bzw. zum
Vermarktungsvorteil führt. Es handelt sich um ein erfolgreich getestetes und angewendetes Verfahren mit positiver Resonanz von
Seiten der Immobilienakteure. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter
http://www.grafsolmsinvest.de oder in einem persönlichen Gespräch mit uns.
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